29
Mär

Darum flog Djordjevic wirklich raus

Eine Analyse von BIG-Geschäftsführer Kai Zimmermann zur Trainerentlassung beim FC Bayern

Die Bayern feuern Sasa Djordjevic. Für Insider kommt diese Nachricht weniger überraschend als für die Öffentlichkeit. Der serbische Star-Trainer war intern schon länger umstritten. Djordjevic führte die Bayern im Alleingang. Das ging zuletzt immer mehr Spielern und Verantwortlichen auf die Nerven. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Sportdirektor Daniele Baiesi war - vorsichtig formuliert - ausbaufähig.

Djordjevic legte auf die Meinung des Italieners, der die Bayern immerhin drei Jahre lang als Bamberger Sportchef vom Titel abgehalten hatte, keinen großen Wert. Djordjevic traf alle wichtigen Entscheidungen selbst. Die Zweifel am Serben wuchsen, obwohl die Ergebnisse stimmten. Eine wirkliche Entwicklung der Mannschaft war für Insider nicht zu sehen. Das Team bestand aus vielen sehr starken Einzelspielern, die immer wieder dafür sorgten, dass die Bayern die Spiele noch gewannen. Doch eine systematische Dominanz war nicht auszumachen. Hinter vorgehaltener Hand wurden Djordjevic auch handwerkliche Mängel attestiert. Nachwuchsspieler wie Karim Jallow sahen zu wenige Minuten. Topstar Jared Cunningham sollen nach BIG-Informationen beim Hinspiel gegen Darussafaka in Istanbul Krämpfe geplagt haben - obwohl er vorher beim BBL Spiel in Braunschweig ausgesetzt hatte. Ist die Mannschaft nicht fit genug? Wurde nicht genug trainiert? Diese Frage wird in München schon länger gestellt. Sauer waren die Spieler auch darüber, dass Djordjevic in Istanbul keine Auszeit nahm, obwohl die Bayern gerade ihren komfortablen Vorsprung von fast 25 Punkten einbüßten. Schenkte der Serbe die Partie her, weil er zu stur war? Im Rückspiel explodierte Darüssafakas Aufbauspieler Scottie Wilbekin mit 41 Punkten und zehn Dreiern. Djordjevic verzichtete dennoch darauf, den Amerikaner zu doppeln. Die Türken warfen Bayern aus dem Wettbewerb - wegen Djordjevic? Das Fass zum Überlaufen brachte aber die Klatsche gegen ALBA BERLIN. Die Bayern präsentierten sich am Ende außer Rand und Band. Sie waren die klar schlechtere Mannschaft, obwohl sie von den Einzelspielern her eigentlich die bessere sein müssten. Alba zerlegte Bayern in Einzelteile - nach System. Die Münchner hatten kein Rezept. Ihr Frust entlud sich am Ende noch im letzten Wurf, den Peyton Siva für die Berliner nahm, obwohl das Spiel schon entschieden war. Im Anschluss gab es wilde Diskussionen des Münchner Trainergespanns gegen die Konkurrenten aus Berlin. Das soll auch den Verantwortlichen der Bayern missfallen haben. Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic zog die Reißleine. Sein Team wird der noch mit Heimvorteil in die Playoffs gehen. Wer der Ersatzmann wird, ist wohl noch offen. Nach BIG-Informationen soll es nicht Andrea Trinchieri werden, der bei Brose Bamberg freigestellt wurde.


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