18
Jan

Geht das Favoritensterben im MagentaSport BBL-Pokal weiter?


Der Pokal hat seine eigenen Gesetze ... ist eine der ältesten Binsenweisheiten im Sport.Überliefert aus dem Fußball kann dieses Klischee auch in diesem Jahr auf den BBL-Pokal angewandt werden. Etliche Top-Teams sind bereits ausgeschieden. Zwei weitere könnte es im Halbfinale erwischen.




FRAPORT SKYLINERS - ALBA BERLIN | 20. Januar 2019 um 15.00 Uhr

Brose Bamberg - Telekom Baskets Bonn | 20. Januar 2019 um 18.00 Uhr jeweils bei MagentaSport


Pokaldauergast ALBA tritt auswärts an

ALBA BERLINs Weg in das Halbfinale des MagentaSport BBL-Pokals ging von Bayreuth (88:68) über München (70:78). Die Albatrosse spielten den deutschen Meister nur eine Woche nach dem Duell in der Bundesliga an die Wand. Der neunmalige Pokalsieger ist freilich kein Unbekannter im Wettbewerb. Die Berliner können Pokal und knüpfen in dieser Saison trotz vieler Verletzungen an die Leistung aus dem Vorjahr an. Aito-Ball funktioniert noch immer, produziert die meisten Punkte (92.6) und Vorlagen (24.0) pro Spiel. Die Albatrosse dominieren den Gegner mit der besten Punktedifferenz der easyCredit BBL (13.9) und stehen damit sogar noch vor dem FC Bayern.

Der Gegner im Halbfinale ist kein Unbekannter. Bereits am 10. Spieltag duellierten sich Berlin und Frankfurt. ALBA gewann 87:74. Die FRAPORT SKYLINERS haben in diesem Jahr mehr Probleme, als im vergangenen. Die Doppelbelastung in der Liga und dem EuroCup macht der jungen Mannschaft von Headcoach Gordon Herbert zu schaffen. Frankfurt produziert die meisten Ballverluste pro Spiel und ist ineffizient. Im Pokal reichte es trotzdem für einen 78:74-Sieg gegen Ulm sowie ein 80:70 gegen Braunschweig. Beide Partien fanden in Frankfurt statt, wo die SKYLINERS bei 5-3 (inklusive Pokal) stehen. Aktuell stehen drei Niederlagen in Folge zu buche.



Neuer Trainer, neue Einstellung?

Die Gründe für die Entlassung von Ainars Bagatskis waren spielerische. Die Defense war nicht auf dem erwarteten Niveau. Offensiv spielte die Mannschaft oft Isolation. Dazu verlor Bamberg zuletzt drei mal zuhause und rutschte in der Tabelle ab. Außerhalb der BBL spielten die Franken allerdings wie erwartet. In der Champions League eilten sie von Sieg zu Sieg, im Pokal ebneten deutliche Erfolge gegen Würzburg (+18) und Göttingen (+19) den Weg ins Halbfinale. Bamberg besitzt mit Tyrese Rice, Ricky Hickman und Augustine Rubit individuelle Klasse, die ein Spiel allein entscheiden kann.

Dies ist bei den Telekom Baskets Bonn anders. Die Mannschaft ist bei 4-6 aus den letzten zehn Spielen und mittlerweile aus dem Playoff-Rennen in der Champions League heraus-gefallen. Auch in der Liga ist Bonn nur auf Platz zehn. Die Quoten repräsentieren diesen Platz. Bonn wirft viel, trifft aber mittelmäßig. Beim Offensiv-Rebound sind sie stark, im Defensiv-Rebound schwach. Bonns Punktedifferenz in dieser Saison ist bei -1.5 ebenfalls im Mittelmaß. Bei den Vorlagen rangieren die Telekom Baskets auf Platz 16 (17.5).

Bonn muss als Team agieren, um Spiele zu gewinnen. Vor allem zuletzt war der offensive Output zu wenig. Halbzeiten, wie im Heimspiel gegen den schweizer Meister Fribourg, wurden verschlafen, das Loch war am Ende zu groß.

Die aktuelle Form

ALBA BERLIN ist mit einem Spiel weniger auf Platz drei in der Tabelle, gewann aber nur sieben der letzten zehn Spiele. Im EuroCup setzte es ebenfalls Dämpfer. Die FRAPORT SKYLINERS (5-9) sind derzeit näher an den Abstiegsplätzen dran, als an den Playoffs. Die drei Niederlagen in Folge stürzen die Mainhattener in eine Krise. Gegen die Bayern spielten sie am vergangenen Wochenende nicht schlecht. Ballverluste sind noch immer ein Thema, nicht nur für die Jungen - Quantez Robertson ist unter den Top-5 der Liga mit 2.8 Turnovers.

Bamberg braucht nach dem Trainerwechsel einen Impuls. Die Mannschaft spielt unter der Woche in der Champions League um die Playoff-Quali. In der BBL gewannen sie nur sechs der letzten zehn Spiele.

Bonn erholt sich gerade von einer Niederlagenserie (4). Die Telekom Baskets konnten zu-letzt gegen Ludwigsburg und Gießen überzeugend gewinnen. Dann wurde zuhause gegen Fribourg verloren. Die Mannschaft ist momentan eine Wundertüte.

Vorteile und Schwächen

Frankfurt erlaubt dem Gegner eine Wurfquote von 48.6%, rund 21 Freiwürfe und acht Steals. In allen Bereichen hinken die SKYLINERS da hinterher. Mehr Ballverluste und Fouls könnten den Frankfurtern gegen Berlin zum Verhängnis werden. Die Albatrosse forcieren 16 Ballverluste im Schnitt, was die Story des Spiels sein wird.

Bamberg und Bonn trafen in der Brose Arena in dieser Saison schon einmal aufeinander. Am 11. Spieltag, es siegte der Gastgeber mit 77:70. Bamberg kam besser aus der Pause, holte sich die Führung und kontrollierte ab da das Spiel. Bonns Dreier fiel nicht, aus allen anderen Bereichen kam keine Unterstützung. „Live by the three - die by the three“ heißt es bei den Telekom Baskets oftmals. Dem Gegner wird eine solide Quote von 56.9% aus dem Zweipunktbereich erlaubt, dazu fehlt die Rim-Protection aus dem vergangenen Jahr.

Die Prognose

Erwischt ALBA BERLIN einen normalen Tag, wird Frankfurts Offensive nicht ausreichen, um Schritt zu halten. Die FRAPORT SKYLINERS haben noch immer die wenigsten Versuche aus dem Zweipunktbereich und die meisten Ballverluste der BBL. ALBA wird dies nutzen können und zu einfachen, schnellen Punkten kommen. Ist die Führung erst mal hergestellt, werden die Berliner diese nicht mehr abgeben.

Bonns schwankende Leistung ist im zweiten Halbfinale des Pokals der ausschlaggebende Faktor. Sind die Telekom Baskets von Beginn an wach, aktiv und effizient, könnte es ein enges Spiel geben. Nur Vechta feuert mehr Dreier pro Spiel ab, als Bonn (28.2). Die indi-viduelle Klasse von Tyrese Rice und Augustine Rubit auf Bamberger Seite wird ein Problem sein. Bonn besitzt keine Absicherung in der Zone. Bamberg ist auf Platz zwei bei den Freiwürfen pro Spiel (23.8) bei der besten Quote der Liga (81.8%). Kann dies nicht unter-bunden werden, wird sich auch im zweiten Spiel der Favorit durchsetzen.





 

 




BIG Abo

Jeden Monat BIG als erstes lesen, druckfrisch in Deinem Briefkasten für nur 40 Euro!

Jetzt Abo bestellen

BIG Probeabo

Vier Ausgaben BIG zum Probierpreis von 15 Euro!

Jetzt Abo bestellen

BIG Geschenkabo

Das größte Geschenk: BIG für nur 40 Euro verschenken, keine Kündigung erforderlich!

Jetzt Abo bestellen



BIG Sonderheft 18/19

Sonderheft 2018/19 (BIG #79) einzeln bestellen, ohne Abschluss eines Abos.

Jetzt bestellen

BIG als ePaper

BIG auf mobilen Endgeräten für Android und Apple!

Jetzt ePaper bestellen

BIG - Leseproben

 





BIG Facebook Feed

BIG Player


   




BIG Social

BIG auf Facebook

big facebook

BIG auf Twitter

BIG auf Instagram




BIG Kontakt

BIG | Das Magazin
Tieckstrasse 28
10115 Berlin

Fon: 030 / 85 74 85 8 - 50
Fax: 030 / 85 74 85 8 - 58

Öffnungszeiten des Büros:

Montag - Freitag: 10:00 - 17:00 Uhr

E-Mail senden